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> Die Legende von Clamouse

Die Quelle und die Höhle von Clamouse verdanken ihren Namen dem languedoc'schen Begriff "clamousa" (okzitanisch: die Schreiende oder Brüllende), der auf das tosende Geräusch eines unterirdischen Flusses bei Hochwasser zurückzuführen ist.

Eine Sage berichtet außerdem, dass ein Hirtenjunge auf dem Kalksteinplateau seiner armen Mutter regelmäßig ein Schaf seiner Herde zukommen ließ, indem er dieses in eine Kluft der Hochfläche hinabstürzte, von wo aus das unterirdische Wasser es dann bis zum tiefer gelegenen Quelltopf trug.

Eines Tages war es jedoch der Körper ihres Sohnes, den die Mutter dort fand... Rasend vor Schmerz soll sie daraufhin lange am Zugang der Höhle herumgeirrt sein und verzweifelte Klageschreie ausgestoßen haben.

Diese Art von Legende kommt - mit geringfügigen Abweichungen - in allen Kalksteingebieten vor, in denen unterirdische Wasserläufe existieren.

Dies zeigt, dass die Bewohner dieser Gegenden sich schon sehr früh der direkten Beziehung zwischen den Quelltöpfen der Täler und den Klüften und Infiltrationsstellen der Gewässer in den umgebenden Hochebenen und Bergen bewusst waren.


Grotte de Clamouse
tel.: 04 67 57 71 05 / fax: 04 67 57 78 00
clamouse@gmail.com
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